Chronik

Geschichte des Tierheims

Dem langjährigen 1. Vorsitzenden Dr. Lothar Rüggeberg ist es zu verdanken, daß aus einer alten “Bruchbude“ ein kleines aber feines Tierheim wurde. Dieses konnte allerdings nur durch kleine Erbschaften und durch Spendengelder bis heute auf, -umgebaut und erhalten werden.

Aus den drei Tierschutzvereinen der Städte Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal ging der Kreistierschutzverband Ennepe-Ruhr e.V. hervor. Dieser ist auch der Träger des Tierheimes und als gemeinnützig anerkannt. 

Die Vereine waren nicht sehr groß, ein eigenes Tierheim zu errichten konnte sich keiner der Vereine leisten. Wer der Initiator war läßt sich nicht mehr nachvollziehen, jedenfalls kam man zu dem Entschluß es gemeinsam zu versuchen. 
Als erstes wurde der Kreistierschutzverband als Dachorganisation der drei Verbände gegründet. 
Von der Stadt Ennepetal wurde als Standort ein Grundstück hinter dem Schulhof der nicht mehr benutzten Schule Strückerberg zu Verfügung gestellt.
Die Städte Schwelm und Gevelsberg gaben damals jeweils 10.000,- DM als Zuschuß.
Alle drei Städte machten zu Auflage, daß die auf ihrem Gebiet aufgegriffenen Fundtiere durch das Heim aufzunehmen und zu versorgen sind. 

Die alte Hundeboxen Anlage

 

Nun wurde auf dem Gelände ein kleines Tierheim mit 8 Boxen inklusive Auslauf, einem Büro, einem Arztraum mit Krankenbox, einer kleinen Futterküche sowie einem Heizungsraum und einer Toilette erstellt. 

Das erste Tierheim, hier die Eingangsseite

Beheizt wurde das Tierheim mit Koks, wobei die Heizkörper in den Boxen an der Wand, statt unter der Liegestatt des Hundes angebracht waren.

Zum Auslauf hin gab es Holzklappen und an der Eternitdecke war keine Isolierung.

Im ganzen eine sehr unbefriedigende Lösung.

Eingang heute

Ab 1970 übernahm Dr. Lothar Rüggeberg die Geschicke des Tierheims offiziell.
Er übernahm den Vorsitz und gewann seinen Architekten H.Haase aus Schwelm der sich, da es sich um eine gute und gemeinnützige Sache handelte, bereit erklärte Pläne und Bauleitung umsonst zu machen.
Nach reiflichen Überlegungen beschlossen sie das Heim aufzustocken und über dem vorderen Trakt eine Wohnung in Fachwerkbauweise zu errichten. 

Dank guter Beziehungen konnte Dr. Rüggeberg einiges an Material umsonst bekommen, wie auch die Handwerker die teils zu Eigenkosten oder sogar umsonst gearbeitet haben.
Hierdurch schlug der Bau “nur” mit ca. 85.000.- DM zu Buche.
Der Voranschlag des Landesverbandes nach unseren Plänen lag bei 150-160.000.- DM.

In der Folgezeit wurden Verbesserungen an der bestehenden Einrichtung vorgenommen. Das Ersetzen der Koksheizung durch eine Flüssiggasheizung, die Boxen wurden isoliert, ein Zaun mit Tor in Eigenarbeit aufgestellt sowie eine Abwasserleitung selbst verlegt.

 

Mittlerweile waren die drei Tierschutzvereine sanft eingeschlafen. Laut Satzung sollten diese 80% ihres Beitragsaufkommens an den Kreisverband zum Unterhalt des TH abführen. Dieses fiel nun fort und das Tierheim mußte sich selbst unter- und erhalten, welches bis zum heutigen Tage so geblieben ist.
Der Vorstand bestand zu dieser Zeit aus dem 1. Vorsitzenden in der Person des

Dr. Rüggeberg,  dem 2. Vorsitzenden F. Sahm aus Gevelsberg und dem Kassierer

G. Tolkmitt aus Schwelm. Dieser verstarb am 2. August 1984 worauf der 2. Vorsitzende bis zu seinem Ausscheiden die Kasse übernahm. 
Danach übernahm Dr. Rüggeberg auch noch die Kasse, so dass er das einzige Vorstandsmitglied mit allen Ämtern war, da der Verband ja keine persönlichen Mitglieder hat.

Mit der Zeit gelang es Dr. Rüggeberg die drei Vereine neu zu gründen. TV Ennepetal am 8. Dezember 1977, TV Schwelm am 6. Februar 1983 und den TV Gevelsberg am 27. Mai 1986. Hierdurch konnte auch der Vorstand des Kreisverbandes wieder aufgestockt werden.

Am 11. Mai 1987 starb unsere Gönnerin, die Apothekerswitwe Frau Else Klören aus Ennepetal. Sie vermachte dem Tierheim, da kinderlos,
ein halbes Haus. Nun konnten wir daran denken die alten Hundeboxen durch einen Neubau zu ersetzen.
Nach Kontaktaufnahme mit der damaligen Landesregierung und umfangreichen Papierkrieg gelang es Dr. Rüggeberg einen Zuschuß zu dem
Bauvorhaben zu erlangen.

Nachdem wir durch Gutachten nachweisen konnten, daß das neue Hundehaus wesentlich schalldichter als die alte Anlage sein würde, bekamen wir auch von der Stadt grünes Licht.

Allerdings mit Auflagen, die wir jedoch erfüllen konnten. Unter Leitung des Architekten Bernd Schäfer aus Gevelsberg wurde im November 1991 mit dem Neubau begonnen.

Auf geht's, packen wir es an.

Gleich am Anfang stießen wir auf Schwierigkeiten. Der Grund auf dem das neue Hundehaus errichtet werden sollte, war aufgeschütteter Boden und nicht tragfähig genug. Wir mußten ein dickeres Fundament gießen und Betonstempel bis auf den gewachsenen Grund treiben. Hierdurch verzögerte und verteuerte sich die Baumaßnahme. Letztendlich konnten wir aber am 22. Mai 1993 mit vielen prominenten Gästen Einweihung feiern.

Bilderserie der Baumasnahmen 1991

Es entstanden: 1 Hundehaus mit 14 Boxen und Aussenauslauf sowie Arztraum mit Hundedusche und 2 Krankenboxen, Futterküche mit Vorratsraum und Quarantänenraum.

 

Neues Büro mit gedecktem Zugang zum Hundehaus und eine neue Heizung mit
Öltankraum. Aus dem alten Büro war ein Kinderzimmer geworden und die alten Boxen
wurden zu Keller für die Wohnung sowie Werkstatt und Materiallager. 

 

Der alte Arzttrackt wurde zu einem Katzenhaus umfunktioniert, was vorher im Tierheim fehlte. Letzteres soll noch weiter ausgebaut und perfektioniert werden, wenn wieder genügend Geldmittel zu Verfügung stehen.
Finanziell hatten wir noch eine Einbuße hinzunehmen, da der Heizungsbauer aus Gevelsberg uns eine saftige Rechnung sehr spät nachschob. Wir büßten wegen Fristablauf den 30 prozentigen Zuschuß des Landes ein.
Viele Arbeiten, wie der gesamte Anstrich, Fliesenarbeiten usw. wurden von unseren Helfern und Mitarbeiter in Eigenleistung erbracht.

 

Die Fliesen wurden uns übrigens von der Fa. Glaudo in Wuppertal gestiftet. 

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1999.
Der Kreistierschutzverband besteht seit 35 Jahren und im Tierheim hat sich zwischen-zeitlich viel getan.Möglich wurde dieses wiederum durch eine Erbschaft von unseren Gönnerin “Frau Luise Thaler” aus Ennepetal - Voerde.

Zunächst wurde die südliche Grundstücksgrenze aufgeschüttet und mit einem Abschlußzaun versehen. Der gesamte Hofbereich wurde gepflastert und drainiert sowie der Zufahrtsweg neu asphaltiert.
Das Einfahrtor wurde mit einem Elektromotor nachgerüstet und die Hundeausläufe bekamen eine Abdeckung. 

Jetzt ging es an den Ausbau des Katzenhauses, wobei die alten Boxenausläufe
zugemauert, gefliest und mit Heizung versehen als Katzenstuben hergerichtet wurden.
Die Garage wurde verlängert, die Aussengänge zugemacht und das ganze ebenfalls
verfließt.

Die Hundeboxen und die Sockel der Ausläufe wurden höher gefliest und in der Futterküche stehen neue Möbel. Im hinteren Raum des Tierhauses befindet sich nun eine Hundedusche, eine Waschmaschine und eine gewerbliche Geschirrspülmaschine. Letztere mit gleichzeitiger Desinfektionseinrichtung für die Futternäpfe.
Aus dem alten Büro, dem späteren Kinderzimmer, wurde ein Tagungsraum.
Der Boden des Flures vom Büro zum Hundehaus bisher Beton, wurde mit Fliesen versehen.
Hinter dem Büroraum wurde aus einer alten Box, durch Ausbau, ein Aktenraum geschaffen und an der Wohnung der Heimleitung ebenfalls bauliche Verbesserungen vorgenommen. 

Dr.Rüggeberg

Bis zu seinem Tod im Dezember 2012 hat Herr Dr.Rüggeberg als erster Vorsitzender die Geschicke des Tierheims verdienstvoll geleitet.

Ab 2013 hat diese verantwortungsvolle Aufgabe Frau Karen Alwart übernommen. Die Leitung dieser regional wichtigen Einrichtung des Tierschutzes hat seit 2009 Herr Ralf Neumann, der sich seit dem um den Fortbestand des Tierheimes bemüht.

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Strückerberger Straße 100a
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